Ostsee-Zeitung
vom 8/30/2005
Med wird Gourmet-Tempel
Das Erdgeschoss der
Deutschen Med füllt sich mit gastronomischen Anbietern. Jetzt kommt
die ganz große Kochkunst hinzu. Sternekoch Michael Laumen will dort
bald die Rostocker verwöhnen.
Stadtmitte Manche Fragen
kann Großinvestor und Rostocks Immobilien-Guro Dr. Harald Lochotzke
nicht mehr hören. Die nach der Auslastung des Hauses Deutsche Med, und
die nach den Abweichungen vom ursprünglichen Nutzungskonzept gehören
dazu. Lochotzke verliert für Sekunden die Contenance, um dann glatt
und professionell zu erklären, dass die Auslastung der Deutschen Med
„einfach brillant“ sei. Was immer das in Zahlen heißen mag. Das
Erdgeschoss jedenfalls füllt sich zumindest sichtbar. Dort gibt es
schon mehrere attraktive gastronomische Anbieter. Jetzt ist Lochotzke
für diesen Bereich ein echter Gourmet-Knüller gelungen. Michael Laumen
(55), einer der erfolgreichsten Küchenchefs in Deutschland, will dort
ein Restaurant eröffnen. Michael Laumen führt seit 1993 in Krakow am
See Hotel und Gasthaus „Ich weiß ein Haus am See“. Er heimst Preise
ein, gehört zu den Gewinnern des Köche-Oskars in
Mecklenburg-Vorpommern und hat einen leuchtenden Stern im „Guide
Michelin“. „Dass er kommt, ist nicht nur für die Deutsche Med gut, das
ist wunderbar für ganz Rostock“, schwärmt Harald Lochotzke. Nahezu
euphorisch freut sich der Macher großer Projekte über den neuen
Mieter, der wie alle anderen auch, gut zur Deutschen Med passe. „Es
war doch von Anfang an klar, dass im Erdgeschoss Gastronomie einzieht,
an einen gläsernen OP-Saal haben wir nie gedacht“, betont Lochotzke,
dass die Deutsche Med eben mehr sei als Gesundheit im engeren Sinne.
Michael Laumen hat 1996 den ersten Michelin-Stern in unser Bundesland
geholt und hält ihn seitdem im Krakow. In Rostock ist er ein alter
Bekannter. Der Köche-Oskar ist für bestnominierte Küchenchefs und ging
im April diesen Jahres zum dritten Mal an Laumen. Er holte sich nach
2000 und 2001 die Spitzenposition im Land zurück. Und weil sein Name
nun mal Programm ist, soll das neue Restaurant schlicht „Laumen“
heißen. Anfang des Jahres stieg Laumen übrigens als Investor in das
773 Jahre alte Benediktinerkloster Rühn bei Bützow ein. Es wird
Produktionsort für Wildkräuter und Rapsöle.